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A Wizards Journey
(2005, Tutl HJF 116) Fähringischen Produktionen im Schnittfeld von Jazz und Folk haftet bei all ihrer Intensität oft etwas Bedrückendes an. Man lauscht den ersten Takten und meint sogleich den niederprasselnden Regen zu hören, wie er tagelang die Inseln eindeckt, auf denen die Gräber traditionell in Richtung des Meeres ausgerichtet sind. Auch das Eröffnungsstück auf der Debüt-CD des Schlagwerkers Brandur Jacobsen greift diese Stimmung auf: Ein Trauermarsch ertönt, getragen von einer leicht geblasenen Trompete und untermalt von eindringlichem Getrommel. Es muss nicht einfach sein, dort zu leben und es muss noch schwerer sein, von dort zu gehen. Doch dann reißt der Himmel auf, und gar freundliche Töne verbreiten sich: Der Trompeter Ólavur Olsen spielt sich mit Hingabe frei, während Bœi E. Dam seine Gitarre kreiseln lässt, bis sie zuweilen an das flirrige Spiel von Terje Rypdal erinnert. Dazu wummert entschlossen der Bass von Mikael Blak. Und bald erhebt sich ein sensibler und elegischer Jazz, der einen auf unaufdringliche Weise hoffnungsfroh stimmt. Zauberei eben. (frk) -Frank Kiel |
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